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Biedermeier Schrank Blender Kirschbaum

Höhe: 170 cm
Breite: 105 cm
Tiefe: 47 cm

Bodenseeschrank Kirschbaum

Höhe: 190 cm
Breite: 150 cm
Tiefe: 54 cm
Alter: um 1780
Holz: Kirschbaum

3.900,00 
Biedermeier Kleiderschrank Nussbaum

Höhe: 195 cm
Breite Kranz: 139 cm
Breite Korpus: 128 cm
Tiefe Kranz: 60 cm
Tiefe Korpus: 54 cm
Holz: Nussbaum
Oberfläche: Schellack
Alter: um 1820

Biedermeier Schrank Kirschbaum antik

Höhe: 168 cm
Breite: 106 cm
Tiefe: 44 cm
Holz: Kirschbaum
Alter: um 1830

Antike Schränke für stilvolle Räume

Antike Schränke sind Zeugnisse der Kunst- und Stilgeschichte, Zeitzeugen der Vergangenheit und greifbare Dokumente historischer Handwerkskunst. Kein Freund alter Möbel kann sich ihrem besonderen Reiz entziehen. Sie wurden sorgfältig nach traditionellen Prinzipien von Hand gefertigt. Besonders deutlich wird das anhand der klassischen formschlüssigen Holzverbindungen - Verbindungen mit Nägeln, Schrauben oder gar Metallklammern werden Sie in keinem echten alten Schrank finden.

Diese alten Stücke wurden von Generation zu Generation weitergegeben und von jeder dieser Generationen mit geschätzten Besitztümern oder simplen alltäglichen Gebrauchsgegenständen gefüllt. Später wurden sie vielleicht als unmodern auf einen Dachboden verbannt, oder überdauerten unerkannt in stillosen, vollgestopften Zimmern. Bis man sie schließlich wiederentdeckte und zum Glanzstück aufarbeiten ließ. Oh, die Geschichten, die ein alter Schrank erzählen könnte...

Geschichte des Schrankes

Vorläufer des Schranks ist die mittelalterliche Truhe oder Lade, die der Aufbewahrung von Wäsche und Kleidungsstücken diente. Weitere Bezüge hat der Schrank zu den verschließbaren, oft an der Vorderseite vergitterten Kästen, in denen in der Kirche Priestergewänder und Gerätschaften für das Abendmahl aufbewahrt wurden, sowie zum Reliquien- und Flügelaltarschrein.

Der Schrank in der Gotik

Die Eingebung, eine Kastentruhe aufrecht auf ihre schmale Seitenfläche zu stellen, führte zum freistehenden eintürigen Schrank der Gotik. Ein besonders repräsentativer antiker Schrank aus dem frühen 16. Jahrhundert befindet sich heute noch in der Eisenacher Wartburg. Der imposante, reich mit Schnitzwerk verzierte spätgotische Dürerschrank setzt sich aus vier einzeln herausnehmbaren aufrecht gestellten Truhen zusammen. Andere Schränke bestanden aus zwei aufeinander gestellten Truhen in einer Art Gestell, aus dem man sie wie Schubladen herausziehen konnte.

Typisch für den gotischen Möbelstil ist seine Anlehnung an die Architektur. Der sogenannte Fassadenschrank bekommt durch die dreidimensionale Gestaltung seiner Front mit vorgesetzten Säulen, dreieckigen Giebelfeldern und einem vorspringenden Sims als Abschluss das Aussehen eines kleinen, aber prächtigen Gebäudes.

Diversifizierung im Barock

Mit der Entwicklung von Mode und Lebenskultur an den großen und kleinen Höfen Europas stand auch der Schrank vor neuen Aufgaben. In der Barockzeit wurden viele "Aufbewahrungs-Standards" geprägt, die wir noch heute kennen und nutzen.

  • Zur Aufbewahrung der ebenso kostbaren wie raumfordernden Gewänder des Barock entsteht der große zweitürige Kleiderschrank, in dem die Kleider - so wie heute - aufgehängt werden. Zusätzlich verfügt der Schrank häufig über einen Schubladensockel.
  • Der Kabinettschrank ist ein oft auf einem tischartigen Gestell stehendes Prunkmöbel zur Aufbewahrung von Schmuck, Wertsachen und Kuriositäten - und sieht auch selbst aus wie ein Schmuckkästchen im Großformat. Hinter zwei verschließbaren Türflügeln bietet er zahlreiche kleine Fächer, Türchen und Schubladen ... und oft genug auch das eine oder andere Geheimfach.
  • Auch die Urform von Buffet, Kredenz und Anrichte entstand im Barock: als zweiteiliger Schrank mit Halbschrank- oder Kommodenunterteil und kleinerem, etwas zurückgesetztem beziehungsweise auf Säulen angehobenem Oberteil. Nicht nur die repräsentative Anrichte bürgerlicher Speisezimmer des 19. Jahrhunderts hat hier ihren Ursprung, sondern letztlich sogar das bescheidenere, nicht furnierte oder polierte Küchenbuffet dieser Zeit mit seinen liebenswert-funktionalen küchentypischen Spezialisierungen.
  • Die Truhe wurde selbst in bürgerlichen Haushalten zunehmend durch die Kommode oder den Aufsatzschrank (Kommode plus Schrankoberteil) ersetzt.
  • Sogar Schreibkommoden, Vorgänger der eleganten Sekretäre des Rokoko und Biedermeier, gab es im Barock bereits. Sie bestanden meist aus einem Kommodenunterteil, einem Oberteil mit weiterem Stauraum und boten ein Innenleben mit Schreibplatte und Fächern für Schreibutensilien.
  • Eine Besonderheit des norddeutschen Raums ist der barocke Schappschrank, ein mächtiger, zerlegbarer Dielenschrank, dessen Konstruktion von einem schweren, aufgesetzten Gesimskranz zusammengehalten wird. Nach diesem Prinzip wurden zerlegbare Kleiderschränke bis in die Gründerzeit gefertigt.

Der Schrank im Rokoko

Eigentlich war das Rokoko eher die Hoch-Zeit der Kommode, des Beistelltischchens und anderer zierlicher Möbel. Aber es gab auch neue Schrank-Varianten.

  • Die Vitrine mit ihren verglasten Türen, teils auch mit verglasten Seitenflächen, ist weniger ein Geschirrschrank als ein Präsentationsmöbel für wertvolles Porzellan.
  • Der eintürige Schrank - seit dem Barock eigentlich nur noch in einfachen Haushalten verbreitet - hat als Pfeilerschrank einen neuen Auftritt in feinen Salons. Der schlanke Schrank passt zwischen zwei Spiegel, oder zwischen die Fenster einer Fensterfront, und bietet meist Schubladen und einen eintürigen Vitrinenaufsatz zur Präsentation von Sammelstücken.

Klassizismus, Biedermeier, Chippendale: Der Schrank im bürgerlichen Zeitalter

Aus der ersten "bürgerlichen" Epoche stammen nicht nur zurückhaltend-elegante, wohnliche Varianten und Weiterentwicklungen der bereits etablierten Schrankformen, sondern auch mindestens ein neuer Schrank: nämlich der Bücherschrank. In Klassizismus, Biedermeierzeit und im englischen viktorianischen Zeitalter wurde erstmals in großem Stil gelesen - zum Vergnügen, um sich zu bilden, allein und in Gesellschaft. Den Lesestoff präsentierte man in Bücherregalen oder Schränken mit Regalbrettern hinter einer verglasten Front.

Gründerzeit: Wiederkehr alter Bekannter

Im Historismus der Gründerzeit werden Möbelformen und Stilelemente vergangener Epochen wieder aufgegriffen. Neobarock, Neorokoko, Neogotik dominieren die Möbelbaukunst. Hochkonjunktur hat der architektonische Stil der Gotik: Antike Schränke aus der Gründerzeit sind oft geradezu gespickt mit Säulen, Kapitellen, Gesimsen, Giebeln und Balustraden. Nussbaum und Eiche sind die bevorzugten Holzarten.

Eine in der Gründerzeit entstandene Schrankvariante ist das Vertiko: Ein Berliner Schreinermeister namens Vertikow ließ sich den schlanken, zweitürigen Halbschrank mit der Schublade am oberen Ende und der reich verzierten, gründerzeit-typischen Bekrönung einfallen. (Heute gefällt uns das Vertiko ohne diesen Zierrat meist besser.)

Schrank antik: Funktional für den Alltag, repräsentative Antiquitäten

Wer heute durch ein in einem Barockpalais oder Rokokoschlösschen eingerichtetes Museum spaziert, stellt sich beim Anblick all der Repräsentationsmöbel und Antiquitäten fast unweigerlich die Frage, wo denn die Schlossbewohner eigentlich ihre Wäsche, ihr Tischgeschirr und sonstige Gebrauchsgegenstände aufbewahrten.

Dazu muss man wissen, dass es in adligen, später auch in wohlhabenden bürgerlichen Haushalten seit dem Barock eine fast hundertprozentige Trennung zwischen Repräsentations- und Gebrauchsmobiliar gab. Letzteres war nicht in Wohnräumen zu finden. Selbst das Schlafzimmer machte keine Ausnahme: Auch dieses war noch ein Repräsentationsort. Erst im Biedermeier machte der Repräsentationswunsch vielfach wieder einer praktischeren Auffassung von Wohnen Platz.

Geräumige Schränke, in denen Wäsche, Kleidung und Geschirr verwahrt wurden, standen in Fluren, in Dielen und Ankleidezimmern, und hier war das Reich des Personals. Entsprechend sind diese Antiquitäten vom Repräsentationsgedanken kaum berührt. Die Stilmerkmale ihrer Epoche bleiben auch an einem solchen antiken Schrank sichtbar, Form und Aussehen werden jedoch weitgehend durch ihren handfesten praktischen Zweck bestimmt. Gerade deshalb empfinden wir mit unserer letztlich doch modernen Sensibilität alte Hallenschränke, Dielenschränke oder Wäscheschränke oft als besonders schön: Diese antiken Schränke wirken nie überladen und fügen sich problemlos auch in zeitgemäße Einrichtungen ein. Dazu bieten sie hinter ihren zwei, drei oder sogar vier Türen auf Borden, an Haken und Stangen und in Schubladen jede Menge Platz für die zahlreichen Besitztümer eines modernen Haushalts.

Vergleichbares gilt für Bauernmöbel: Mit viel einfacheren Mitteln hergestellt, sind diese Möbel im besten Fall eine ebenso liebenswerte wie eigenständige Kunstform, in der sich Echos von Stilen ferner Residenzen mit ländlichen Traditionen und praktischen Erfordernissen mischen.

In diesem Zusammenhang soll auch ein weiteres interessantes Möbel Erwähnung finden: der Brandschrank. Dieser Schrank besteht aus zwei bis drei lose aufeinander gesetzten Schrankteilen, die an den Seiten jeweils Tragegriffe besitzen. Hier wurden Urkunden und andere unwiederbringliche Habe aufbewahrt, um im Fall eines Brandes schnell in Sicherheit gebracht werden zu können.

Antike Schränke kaufen, alte Schränke aufarbeiten lassen, Reproduktionen nach Wunsch

Antike Schränke haben, was moderne Aufbewahrungsmöbel oft vermissen lassen: Grundsolide Verarbeitung, makellosen Stil - und eine besondere Aura. Ob Dielenschrank, Kleiderschrank, Bücherschrank oder Anrichte: Ein antiker Schrank wertet ihre Räume auf und bietet dabei durchaus auch jede Menge praktischen Stauraum.

Eine Alternative zum antiken Schrank mit seinen mindestens 100, im Fall von Barockmöbeln sogar um die 250 Jahren auf dem Buckel sind hochwertig gearbeitete Reproduktionen. Gern fertigen wir Stilmöbel auch nach Kundenwunsch. Sie möchten den Zwilling zu einem antiken Lieblingsstück? Sie haben nur ein Foto oder Bild vom Schrank Ihrer Wahl? Sie wünschen sich ein Möbel in einer bestimmten Holzart, in ganz bestimmten Maßen, mit Ihren Wunsch-Beschlägen oder einem an moderne Bedürfnisse angepassten Innenleben? Kontaktieren Sie uns mit Ihren Fragen - wir können sehr viele Kundenwünsche Wirklichkeit werden lassen.

Zeittreue Reproduktionen und tadellos aufgearbeitete antike Schränke kaufen Sie online und ohne Risiko bei den Fachleuten von stilwohnen.de. Oder Sie besuchen uns in unseren Geschäftsräumen in Neukirchen. Bei dieser Gelegenheit können Sie jeden Antik Schrank von allen Seiten begutachten, Türen öffnen, Schubladen aufziehen und zum Beispiel unsere exquisiten Kirschbaumschränke genau in Augenschein nehmen.

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