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Biedermeier Bett 200 x 140 Kirschbaum

Länge: 200 cm
Breite: 140 cm
Liegehöhe: 60 cm

2.300,00 

Betten aus Kirschbaum: Schlafen als kultureller Akt

Die Hälfte ihres Lebens verbringen Menschen in Betten. So weit, so bekannt. Wie er allerdings diese Zeit verbringt, steht auf einem anderen Blatt. Betten sind seit ihrer Erfindung in der Antike immer wieder Gegenstand kultureller Betrachtungen, der Kunst und der Selbstdarstellung gewesen. Denn wie ein Mensch sich bettet, so lebt er. Schon deshalb sind Kirschbaum Betten Möbelstücke, die viel mehr Funktionen erfüllen, als nur dem Körper Ruhe zu gönnen.

Kirschbaum Betten: von der Liege zum Symbol

Bevor es überhaupt ganze Schlafzimmer aus Kirschbaum gab, war eine Liege das luxuriöseste Objekt, auf das sich ein Haupt betten konnte. Altägyptische Grabbeigaben geben Zeugnis davon, dass die ersten Liegen nach unserem heutigen Verständnis zwar recht einfach gebaut waren, jedoch bereits aus edelsten Materialien bestanden. Solch eine Liege – natürlich nur der herrschenden Klasse vorbehalten – war aus exotischem Holz, das mit Blattgold und vielen Schmuckelementen verziert war. Je reicher verziert, desto wichtiger war natürlich der Liegende. Dennoch: Zunächst ging es nur darum, sich durch die Schlafhöhe vom einfachen Volk, das im besten Fall ein paar Felle als Matratze besaß, im wahrsten Sinne des Wortes abzuheben.

Auch in den frühen Möbelstücken zum Liegen steckte bereits die Symbolik, dass ein langer und bequemer Schlaf ein Luxusgut ist. Die Liegen wurden außerdem bei Tisch verwendet, um die Bequemlichkeit durch den ganzen Tag hindurch zu erhalten. Gerade die Römer machten diese Art des Essens im Liegen mit ihren legendären Orgien berühmt. Daneben spielen Betten aus Kirschholz oder anderen edlen Materialien schon früh eine wichtige Rolle in der symbolischen Begleitung des Lebens. Ein Krankenbett unterschied sich von Ehebetten, ein Ruhebett für den Tag glich kaum den Paradebetten für die Toten. Überall kamen frühe Betten zum Einsatz, um bestimmte Lebensabschnitte symbolisch zu markieren.

Kirschbaum Betten: opulenter Luxus

Im 13. Jahrhundert näherte sich die Handwerkskunst dem, was wir heute als himmlisches Schlaferlebnis in opulenter Umgebung kennen: Himmelbetten kamen in Mode. Solches Betten aus Kirschbaum massiv oder ähnlich luxuriösen Hölzern wurde bis zum Barock immer größer, reich verzierter und konnte spätestens zu Zeiten Ludwigs des IV. eine ganze Familie aufnehmen – obwohl darin meist nur ein Herrscherpaar lag.

Die repräsentativen Betten des Sonnenkönigs in Versailles ist bist heute ein Symbol dafür, wie sehr Schlafen und Macht zusammenspielen. Das Zubettgehen und Aufstehen wurde minutiös geplant und in Anwesenheit des gesamten Hofes vollzogen. Wer dem König beim „coucher“ oder „lever“ zur Hand gehen durfte, besaß Macht und Einfluss. Nicht selten kam es indes vor, dass sich Herrscher nach dieser oft kopierten Zeremonie in ein Nebenzimmer mit weniger prächtigen, allerdings weitaus bequemeren Betten zurückzogen. Denn so prachtvoll die Schlafstätten waren – sie waren kaum mehr als Kulisse.

Kirschbaum Betten: Rückkehr zur Intimität

Wie bei vielen Möbelstücken änderten sich die Bedeutung des Bettes und seine Funktion erst, als das Bürgertum an Einfluss gewann und die Familie ins Zentrum des Lebens rückte. Auch hier steht das Biedermeier, das für schlichte doch hochwertige Schlafzimmer aus Kirschbaum massiv berühmt war, repräsentativ für diese tiefgreifenden Veränderungen.

Kirschbaum Schlafzimmer waren deswegen so beliebt, weil das Holz an sich viele Werte des Bürgertums symbolisiert und auch optisch reizvoll umzusetzen vermag:

  • Widerstandsfähig doch formbar steht Kirschbaum für den unbeugsamen Willen des Bürgertums, die Gesellschaft nachhaltig zu verändern.
  • Statt zügellosem Luxus repräsentiert Kirschbaum mit seiner feinen Maserung zurückhaltende Eleganz.
  • Der warme Holzton steht für Geborgenheit und Familiensinn.
  • Kirschbaum Betten vereinen Langlebigkeit, Tradition und den Rückzug ins Private.

Obwohl Bescheidenheit ein hohes Gut für die Menschen des Biedermeier war, sind die Betten aus Kirschbaum massiv doch stets ein subtiler Hinweis auf die eigene gesellschaftliche Stellung gewesen. Zwar konnten sich seit dem Mittelalter auch arme Menschen Betten leisten, doch war dieses weder so robust, noch so fein gearbeitet oder gar aus edler Kirsche.

Zudem mussten ärmere Schichten ihre Schlafstatt oft untervermieten, um in den wachsenden Städten zumindest ein kleines Einkommen zu haben. Wer ein Kirschbaum Bett besaß, hatte dies meist nicht nötig. Und: Das Konzept des Schlafzimmers als eigenständiger Raum, der nur der Ruhe und Intimität dient, war ausschließlich ein Phänomen jener Schichten, die mehr als ein Zimmer besaßen und denen es deshalb an Platz nicht mangelte.

Schon darum wurde das Schlafzimmer mit Finesse und vielen Möbeln eingerichtet. Schränke aus Kirschbaum hielten Bettwäsche und Federbetten bereit, die Kleider wurden meist in angrenzenden Ankleidezimmern oder Boudoirs aufbewahrt. Tische aus Kirschbaum dienten weniger einer Funktion denn als Repräsentationsfläche für luxuriöse Dekorationen. Zwar galt es als unschicklich, Besuch in das Schlafzimmer zu führen, jedoch reichte schon ein kurzer Blick durch eine (natürlich rein zufällig) angelehnte Tür, um den Gästen den eigenen Status vor Augen zu führen.

Kirschbaum Betten vom Fachmann: Qualität für himmlischen Schlaf

Die Moderne brachte viele weitere Bettenvarianten hervor und entwickelte sich in viele Stilrichtungen. Ein Punkt ist jedoch immer noch gleich: Wie man sich bettet, so liegt und lebt man. Die Experten von stilwohnen.de bieten Liebhabern eleganter Antiquitäten die Möglichkeit, ein Bett aus Kirschbaum gebraucht zu kaufen. Damit beweisen sie nicht nur Geschmack, sondern entscheiden sich auch für langlebiges und bequemes Liegen.

Restauriertes Kirschbaum Betten aus der Werkstatt der Möbelexperten von stilwohnen.de vereinen die überragende handwerkliche Qualität traditioneller Tischlerkunst mit den Annehmlichkeiten des modernen Schlafens. So können die Betten mit verschiedenen Lattenrosten und Bettaufbauten an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, während der Bettrahmen selbst den Geist des Biedermeier oder anderer Epochen in das Schlafzimmer bringt.

Die Tischlermeister können auch Stilmöbel nach antiken Vorlagen anfertigen und bei der Holzauswahl, der Bettgröße und der Oberfläche auf die individuellen Wünsche eingehen. Damit erhalten Kunden das Bett ihrer Träume und geben dem Schlafzimmer eine Note, wie sie übliche moderne Betten kaum zaubern können.

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