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Barock Kommode Sachsen um 1780

Höhe: 78 cm
Breite: 120 cm
Tiefe: 86 cm
Holz: Nussbaum
Alter: um 1770

2.900,00 
Barockstuhl mit Hochlehne

Höhe: 115 cm
Breite: 46 cm
Tiefe: 45 cm
Sitzhöhe: 49 cm

1.900,00 
Bergère Sessel mit Säulen

Höhe: 65 cm
Breite: 58 cm
Tiefe: 60 cm
Sitzhöhe: 43 cm

930,00 
Biedermeier Bücherschrank Kirsche

Höhe: 200 cm
Breite: 130 cm
Tiefe: 52 cm
Holz: Kirschbaum

2.899,00 
Biedermeier Gondel Hocker
Höhe:70 cm
Breite:75 cm
Tiefe:39 cm
Sitzhöhe:46 cm
Holz:Kirschbaum
425,00 
Biedermeier Kaffeetisch Kirschbaum

Höhe: 75 cm
Breite: 75 cm
Tiefe: 75 cm
Holz: Kirschbaum

1.100,00 
Biedermeier Polsterstuhl

Höhe: 89 cm
Breite: 46 cm
Tiefe: 47 cm
Sitzhöhe: 48 cm

325,00 
Biedermeier Schrank Blender Kirschbaum

Höhe: 170 cm
Breite: 105 cm
Tiefe: 47 cm

Biedermeier Schreibschrank Kirsche

Höhe: 186 cm
Breite: 117 cm
Tiefe: 60 cm
Holz: Kirschbaum

3.570,00 
Klavierhocker im antik Stil

Breite: 40 cm
Tiefe: 31 cm
Höhe: 54 cm

230,00 
Kulissentisch ausziehbar 4 m Nussbaum im Biedermeierstil

Höhe: 80 cm
Breite: 160 cm
Tiefe: 120 cm
Ausziehbar: 4 x 60 cm – 400 cm
Holz: Nussbaum

4.299,00 
Scherenhocker Nussbaum im Biedermeierstil

Höhe: 67 cm
Breite: 75 cm
Tiefe: 40 cm
Sitzhöhe: 50 cm
Holz: Nussbaum

525,00 
Biedermeier Holzstuhl mit Armlehne

Höhe: 94 cm
Breite: 58 cm
Tiefe: 60 cm
Sitzhöhe: 48 cm
Holz: Kirschbaum

525,00 
Biedermeier Porträt Ölgemälde

Höhe: 66 cm
Breite: 57 cm
Tiefe: 4 cm

1.299,00 
Biedermeier Stuhl Mahagoni

Höhe: 85 cm
Breite: 46 cm
Tiefe: 47 cm
Sitzhöhe: 49 cm
Holz: Mahagoni

349,00 
Esszimmerstuhl Mahagoni Biedermeierstil

Höhe: 88 cm
Breite: 44 cm
Tiefe: 51 cm
Sitzhöhe: 48 cm
Holz: Mahagoni

399,00 
runder Beistelltisch Kirsche mit Schublade

Höhe: 70 cm
Durchmesser: 40 cm
Holz: Kirschbaum

485,00 
antiker Biedermeier Armlehnstuhl

Höhe: 87 cm
Breite: 64 cm
Tiefe: 68 cm
Holz: Buche
Alter: um 1830

1.449,00 
Biedermeier Armlehnstuhl mit Lyra

Höhe: 94 cm
Breite: 58 cm
Tiefe: 60 cm
Sitzhöhe: 48 cm

525,00 
Bodenseeschrank Kirschbaum

Höhe: 190 cm
Breite: 150 cm
Tiefe: 54 cm
Alter: um 1780
Holz: Kirschbaum

3.900,00 

Alle Möbelstile für die passende Einrichtung bei Stilwohnen

Einen Möbelstil zu erkennen, ist nicht immer ganz einfach. Jede Epoche mag ihre charakteristischen Stilelemente haben - diese müssen in einem Einzelstück aber nicht zwangsläufig auch in ganz typischer Ausprägung vertreten sein. Übergänge zwischen aufeinanderfolgenden Möbelstilen machen es auch dem Fachmann schwer: Ob ein Möbelstück nun spätes Chippendale oder frühes Sheraton, ob es dem Régence oder Louis-quinze zuzuordnen ist, bleibt nicht selten eine Frage des Ermessens. Und auch in der Vergangenheit schätzte man die Vergangenheit: Insbesondere im Historimus wurde frei auf den Möbelstil der vergangenen Jahrhunderte zurückgegriffen. Die zeitliche Einordnung von antiken Neuanfertigungen im Geist noch weiter zurückliegender Epochen fällt zumindest Laien oft schwer. Bei Stilwohnen profitieren Sie von unserer Expertise. Wir bieten das passende Mobiliar für Ihren Einrichtungsstil - und die Sicherheit, dass ein antikes Stück, das Sie bei uns erwerben, wirklich das ist, was es zu sein vorgibt. Dank unserer jahrelangen Erfahrung mit antiken Möbeln haben wir das solide Fachwissen, aber auch die Intuition, um Wert und Potenzial von Antiquitäten korrekt einschätzen zu können. Auch Sie möchten Ihr Wissen über Möbel und Stile erweitern? Hier bieten wir Ihnen einen kleinen Leitfaden, der die wichtigsten Charakteristika vieler heute beliebter Möbelstile zusammenfasst.

Leitfaden der Möbelstile für Liebhaber von Antiquitäten

Auch wenn sich gotische und Renaissance-Möbel in Museen und Sammlungen finden - für den privaten Antiquitätenliebhaber spielt der vor dem Barock datierende Möbelstile kaum eine Rolle. Dazu trägt einerseits die extreme Seltenheit und Kostbarkeit so alter Stücke bei, andererseits aber auch eine gewisse Fremdheit, die wir gegenüber dem kargen häuslichen Leben des Mittelalters empfinden.

Circa 1600 bis 1750: Stilvielfalt des Barock

Die verschiedenen, heute unter dem Namen Barock zusammengefassten Möbelstile stammen vorwiegend aus Frankreich und England, die in dieser Epoche kulturell prägend waren. Zum Frühbarock zählt der früh-absolutistische französische Louis-treize Stil. Der Barockstil par excellence ist natürlich der durch Ludwig XIV. geprägte Louis-quatorze Stil. In England brachte die Restauration der Monarchie nach Cromwells Reformen den französisch beeinflussten Restoration Style zur Blüte, der ebenfalls Gefallen an repräsentativem und luxuriösem Mobiliar fand. Mit dem William & Mary Style und dem spätbarocken Queen Anne Style setzte das als parlamentarische Monarchie konsolidierte England der französischen Pracht später seine eigenen, zurückhaltenderen Barockstile entgegen. Weniger bekannt, aber durchaus namhaft sind holländische und deutsche Barockstile wie etwa das Braunschweiger oder das Flämische Barock. In diesen eher bürgerlichen Architektur- und Möbelstilen verschmelzen barocke Einflüsse aus Frankreich mit Elementen einer fast noch gotisch anmutenden Formensprache.

Typische Merkmale von Barockmöbeln

Barocke Möbel dienen der Repräsentation. Der Anspruch ihrer Besitzer spiegelt sich in der Schwere und im Prunk des Mobiliars. Dies gesagt, unterscheiden sich barocke Möbelstile in England und Frankreich und Stücke des frühen und späten Barock nicht unwesentlich voneinander. Als Richtlinie können jedoch folgende Merkmale gelten:

      • oft massive, gedrungene, überreichlich verzierte Möbel
      • in der Grundform kantig-strenge Entwürfe, aufgelockert durch geschwungene oder geschweifte Linien
      • Flächen kostbar bemalt oder aufwändig mit Metallbeschlägen oder Intarsienarbeiten geschmückt
      • Drechsel- und Schnitzarbeiten an Lehnen, Beinen und Möbelkanten
      • typische Motive: Blätter (das Akanthusblatt, eine Reminiszenz an die Antike), naturgetreue Blüten, Ranken ("Bandelwerk"), knorpelartige, ineinander übergehende Verdickungen ("Knorpelwerk"), Masken und mythologische Darstellungen
      • Nussbaum als das beliebteste Holz der Epoche

Circa 1720 bis 1770: Das heitere Rokoko

Das Rokoko wird manchmal nicht als eigene Epoche aufgefasst, sondern dem Spätbarock zugeordnet. Gerade, was den sehr distinktiven Möbelstil angeht, ist aber die Abgrenzung zum Barock sinnvoll. Zum Rokoko gehören der französische Régence und der Louis-quinze Stil sowie der britische Georgian Style, zu dem der nach dem Kunsttischler Thomas Chippendale benannte Chippendale Stil gehört. Auch in Deutschland und Österreich wurde der Rokokostil mit Begeisterung aufgegriffen. Das Würzburger und das Bayreuther Rokoko sowie das Preußische Friderizianische Rokoko sind bedeutende Beispiele des neuen Einrichtungsstils.

Typische Merkmale von Rokokomöbeln

Fort von den großen, kalten, repräsentativen Sälen, hin zu kleineren, intimen Gemächern, hin zu einer Kultur des Privaten, Verfeinerten, Eleganten. Das Rokoko ist ein eher weiblicher Stil, geschaffen zum ebenso wohnlichen wie raffinierten Einrichten der Salons, in denen sich das kultivierte, komfortable Leben des Adels dieser Zeit abspielte. Im Mittelpunkt von Innenarchitektur und Kunsthandwerk stehen die namensgebenden asymmetrischen Ornamente (Rocaillen), meist eine Kombination aus vielfältig geschwungenen Muscheln, Korallen und Blattranken.

      • leichte Formen, in denen alles Strenge, Massive des Barock in zierliche Schwünge und Bögen aufgelöst wird
      • asymmetrische Ornamentierungen: florale Schnitzereien, Tierfüße und immer wieder Rocaillen
      • hellere Farbigkeit: neben kleinteilig in Edelhölzern furnierten oder intarsierten Flächen auch weiß oder farbig lackierte Möbel
      • Chippendale fügt den französischen Einflüssen asiatisch inspirierte Stilelemente (Drachenfüße, Gitterwerk, orientalischen Lack) und gotische Reminiszenzen hinzu
      • Freude an sinnigen Details: Geheimfächer, zahlreiche kleine Schubladen oder klappbare/versenkbare Böden und Tischplatten

Circa 1750 bis 1850: Hinwendung zur Antike im Klassizismus und Biedermeier

Ausgehend vom revolutionären Frankreich, brachte der Klassizismus europaweit eine Begeisterung für die Ideale und die klaren Formen der Antike. Zum Klassizismus gehören der Louis-seize Stil, der feierlich-geradlinige Empire Stil (auch Napoleon-Stil genannt) und der britische Sheraton Style. Ein früher klassizistischer Stil ist der deutsche Zopfstil. Das deutsche Biedermeier ist der erste rein bürgerlich geprägte Möbelstil: eine freie Interpretation der klassizistischen Formensprache für bürgerliche Haushalte und Bedürfnisse.

Typische Merkmale von klassizistischen Möbeln

Ernste Klarheit - zurück zur Natur und zum ungezwungeneren Menschenbild der Antike: Mit dem Ende des Absolutismus etabliert sich der Klassizismus als der Stil des aufgeklärten Adels und des aufstrebenden Bürgertums.

      • klare, übersichtlich gegliederte Formen mit sehr sparsamen Verzierungen
      • gerade, sich verjüngende Beine mit rundem oder viereckigem Querschnitt
      • vorwiegend geometrische Ornamentik (römisch und ägyptisch inspirierte Medaillons, Musterbänder und Säulenornamente, im Biedermeier: Lyra-Form)
      • Empire Stil: einfache, aber wirkungsvolle Gold- und Bronzeapplikationen
      • bevorzugt helle, einheimische Hölzer (Kirsche, Birne, Pappel)
      • kontrastierende Einlegearbeiten mit dunklen Edelhölzern oder dunkel gebeiztem Holz

Circa 1850 bis 1910: Belle Epoque oder Historismus

Beginnend mit dem französischen Neo-Rokoko des Louis-Philippe Stils werden Romanik, Gotik, Renaissance und Klassizismus aufgegriffen und in reiner Form (Neo-Stile) oder in eklektischer Verschmelzung von Stilelementen verschiedener Epochen ausgeführt. Bekannte Stile des Historismus sind der im Zuge der britischen Expansion zeitweise weltweit dominierende britische Victorian Style mit seiner Hinwendung zu Gotik und Renaissance, das Edwardian Baroque, das französische Second Empire und der deutsche Gründerzeitstil mit seinem Stilpluralismus von Klassizismus bis Barock.

Typische Merkmale von Möbelstücken des Historismus

Die Industrialisierung bringt ungeahnte Möglichkeiten und verschafft noch breiteren Bevölkerungsschichten den Zugang zu gehobenen Einrichtungsgegenständen. Optimismus, Erfindungsreichtum und ein wachsendes Interesse für historische Zusammenhänge auf der einen, ein Gefühl des Verlustes angesichts des frühkapitalistischen Chaos auf der anderen Seite bringen eine machtvolle Renaissance von Stilen der Vergangenheit.

      • Merkmale der industriellen Fertigung: präzise maschinelle Ausführung der Arbeiten, teils mit genormten Einheitsformaten und ersten Zugeständnissen an die Ökonomie (dünnere Furniere, Surrogate wie Pappmaschee oder Pressholz
      • unbeschränkte Formenvielfalt ohne verbindliche Gestaltungselemente
      • Oberflächen poliert, mattiert oder auch gelackt
      • beliebte Hölzer: Buche, Birke, Nussbaum, Mahagoni, Kirsche

Circa 1890-1920: Der Jugendstil läutet die Moderne ein

Der deutsche Jugendstil, das französische Art Nouveau, der spanische Modernismo oder der britische Arts and Crafts Style sind Resultate einer künstlerischen Bewegung, die sich um die Jahrhundertwende bewusst auf die Suche nach einer neuen Ästhetik machte. Die sehr unterschiedlichen Bemühungen mündeten um 1920 in den eleganten Art Deco Stil, der bis in die 1940er Jahre weltweit Architektur, Möbelstil und das Design von Gebrauchsgegenständen dominierte.

Typische Merkmale von Jugendstil- und Art Deco-Möbeln

Ein lebhaftes Bewusstsein der Präzedenzlosigkeit der modernen Lebensumstände und Geisteshaltung weckte das Bedürfnis nach einer kompromisslos neuen Formensprache. Den Historismus und seine beliebig gewordenen, maschinell gefertigten Imitate vergangener Stile wollte man weit hinter sich lassen. Inspirieren ließ man sich einerseits von der Natur, deren fließende Linien und komplizierte Symmetrien sich in stilisierter Form in vielen Jugendstil-Möbeln finden. Aber auch die Formensprache der "primitiven" (exotischen oder Volks-) Kunst belebt den Jugendstil.

      • kunsthandwerkliche Fertigung als bewusster Gegensatz zur industriellen Massenproduktion
      • einerseits die von der Natur inspirierte Formensprache der dynamischen Linie, der belebten Fläche und der elegant stilisierten, komplexen floralen Ornamentik
      • andererseits minimalistische Formen, den Sehgewohnheiten widersprechende Proportionen, minimale geometrische Ausschmückung

Art Deco versöhnt den Jugendstil mit dem Maschinenzeitalter. Geometrischen, auf einfachsten Grundformen basierenden Mustern, modernen, preisgünstigen Materialien und für die industrielle Fertigung geeigneten Entwürfen gelingt das Kunststück, kostbar, sinnlich und elegant zu wirken.

      • es dominieren Motive mit Bezug zur Moderne: geometrische Ornamente und extrem stilisierte Naturmotive (Sonnen, Ähren), gern in symmetrischen Mustern arrangiert
      • kräftige Farben, starke Kontraste
      • moderne Werkstoffe (Aluminium, Bakelit, Chrom) werden wie Kostbarkeiten zur Schau gestellt und mit traditionellen und exotischen Materialien (farbiges Glas, Intarsienarbeiten, orientalisch anmutende Lackoberflächen) kombiniert

Der besondere Zauber antiker Möbel

Von Barock bis Art Deco - warum bringen uns Möbelstile vergangener Epochen so ins Schwärmen? Natürlich sind wir nicht unzufrieden, im Hier und Jetzt zu leben. Aber unser Sehnsuchtsort, unsere Sehnsuchtszeit sind vielleicht ein anmutiges Rokoko-Landschlösschen, eine komfortable Biedermeier-Etagenwohnung, ein Renaissance-Palazzo oder auch ein wohl ausgestatteter Bauernhof in Tirol. Die Möbelstile dieser Zeiten und Orte sind Zeugnisse einer Vergangenheit, deren Lebensart wir bewundern - auch wenn wir die Annehmlichkeiten des modernen Lebens sicherlich nicht missen möchten. Zeugnisse einer Vergangenheit, in der, wie wir es uns vorstellen, Genüsse intensiver zu genießen waren, und in der schöne, sorgsam gefertigte und mit Stolz besessene Möbelstücke von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

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