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Biedermeier Sofa Kirschbaum

Höhe: 86 cm
Breite: 180 cm
Tiefe: 70 cm
Sitzhöhe: 50 cm

1.999,00 

Original oder Stilmöbel - Sofa und Couch im klassischen Stil vergangener Zeiten bringen Eleganz ins Wohnzimmer

Elegant sitzen statt in sich zusammengesunken lümmeln - mit vielen modernen Sofas haben Sie da schlechte Karten. Polstermöbel aus dem Möbelhaus haben meist flache Sitzhöhen, tiefe Sitzflächen und niedrige Rückenlehnen. Wenn man nicht - Knie in Brusthöhe - auf der Sofakante klemmen will, kann man auf diesen Möbeln kaum anders sitzen als halb liegend. Nichts an ihnen unterstützt eine aufrechte, erwachsene Sitzhaltung. Auch kommt das moderne Sofa gern als Teil einer ausgedehnten "Wohnlandschaft", auf der die ganze Familie sich in verschiedenen Stadien des Sich-gehen-lassens breit machen kann. Mehr als nur Mittelpunkt des Raumes, drängt das platzraubende Sofakonglomerat jede andere Funktion des Wohnzimmers an den Rand.

Schöner sitzen auf den Stilmöbeln Sofa und Couch

Aber wo sollte das gute alte "jeder nach seiner Façon" gelten, wenn nicht in den eigenen vier Wänden...? Trotzdem: Ihre Idee von Wohnkultur ist die Sitzlandschaft nicht? Lümmeln, fläzen und räkeln auf Schaumstoffpolstern sind nicht Ihre bevorzugte Aufenthaltform im eigenen Wohnzimmer? Und Sie möchten auch Ihre Gäste nicht so empfangen? Sie mögen es (nicht nur) beim Sitzen auf dem Sofa klassisch und gediegen? Dann sind Sie bei stilmoebel.de richtig! Unsere Stilmöbel Sofas (und ebenso unsere perfekt aufgearbeiteten antiken Originale) bringen guten Geschmack in Ihre Interieurs - und ermöglichen allen Freunden kultivierter Eleganz das Sitzen nach ihrer Façon.

Von der Kline zum Canapé: Eine kurze Geschichte des Sofas

Allerdings müssen wir zugeben: In der Geschichte des Sofas wurde summa summarum wahrscheinlich genausoviel gelegen wie gesessen. Oder sagen wir besser: In der Geschichte länglicher, auf irgendeine Weise gepolsterter Sitz- und Ruhemöbel - denn die Bezeichnung Sofa bürgerte sich im europäischen Raum erst im 17. Jahrhundert ein.

Antike: Sofa klassisch - Liegen Sie bequem?

In der Antike wurde bei Plaudereien und philosophischen Disputen bevorzugt gelegen, ebenso beim Essen. Den Kopf auf die Hand gestützt, machte man es sich liegend auf dem Lectus beziehungsweise der Kline bequem. Mit dem Aufkommen großer runder Tische im späten Rom entwickelte sich aus drei in Hufeisenform um den Tisch gestellten Klinen das Sigma oder Stibadium - ein halbkreisförmiges Speisesofa für bis zu acht Personen. Das Polsterhandwerk gab es allerdings weder im alten Griechenland noch in Rom. So erhöhten aufgespannte Ledergurte, Matratzen, Teppiche und lose Kissen die Bequemlichkeit dieser frühen Sofas.

Mittelalter: Alles wieder auf Anfang

Der Niedergang der antiken Kultur machte auch dem Müßiggang auf dem Sofa (oder Sigma) erst einmal ein Ende. Der Prozess der Verfeinerung der Sitten, der Herausbildung von Gesellschaftsschichten, die sich Muße, Komfort und gepflegte Konversation erlauben konnten und wollten, fing, so schien es, mit dem beginnenden Mittelalter noch einmal (fast) ganz von vorn an. Was das Sitzmobiliar anging, so begnügten sich sogar reiche Haushalte lange Zeit mit einfachen hölzernen Hockern, Bänken, Klappstühlen und Truhen. Der Sessel, in dem zu sitzen ein Privileg war, das die Etikette nur ganz wenigen zugestand, war geradezu lachhaft unbequem: mehr Thron als sinnvolles Sitzmöbel. Es zu Hause bequem haben: lange Zeit undenkbar.

1670 bis 1730: Vive la commodité!

Aber Ende des 17. Jahrhunderts war es wieder soweit. Im wohl kreativsten Halb-Jahrhundert der Möbelmacher-Zunft erfanden französische und britische Handwerker eine nie dagewesene Vielfalt neuer Möbel: die Kommode, den Nachttisch, den Toilettentisch, den Sekretär. Und natürlich das Sofa! Diese Entwicklung verlief parallel mit dem Aufkommen des neuen Ideals der commodité: der Bequemlichkeit, des Komforts.

Erstmals in der Geschichte der Neuzeit wurden die Wohnräume der oberen Schichten vorrangig für die echten Lebensbedürfnisse ihrer Bewohner entworfen. Es entstand die Wohnung mit spezialisierten Räumen, wie wir sie heute kennen: das private Schlafzimmer, das private Bad. Dazu eine Reihe anderer luxuriöser Kleinräume, die Geselligkeit bei gelockerter Etikette ermöglichten: das Boudoir und der Salon der Damen, das Kabinett der Herren. Diese neuen Räume brauchen natürlich neue Möbel - und in allererster Linie neue, zwanglose Sitzgelegenheiten.

Urform Doppelsessel - Urform Ruhebett

Die beiden Urformen des Sofas waren einerseits eine Art Doppelsessel, andererseits ein aufgepolstertes Ruhebett. Eines der ältesten erhaltenen Exemplare befindet sich heute im Londoner Victoria und Albert Museum. Der rundum gepolsterte "Zweimann-Sessel" wurde um 1690 in England gefertigt und sieht mit seiner sehr hohen, sehr aufrechten Lehne und den sechs Beinen doch noch ein bisschen steif aus.

Aber von nun an belieferten Tischler und Polsterer in Paris und London ihre adeligen Kundinnen und Kunden mit immer neuen Sitz-Ideen: bequeme Polstersessel, gepolsterte Ruhebetten mit weichen Seitenlehnen, hübsche kleine Canapés, elegante Sofas mit elaboriert geschnitzten und vergoldeten Holzrahmen und bereits relativ üppig gepolsterten Lehnen, die sich - ganz neu! - geschwungen der Anatomie der menschlichen Rückseite anschmiegten.

Die Lebensart von Sofa Couch

Parallel entwickelte sich so etwas wie eine Sofa-Lebensart: Die Damen auf zeitgenössischen Abbildungen sind im Vergleich zum Hochbarock viel legerer unterwegs. Sie drapieren einen Arm über die Rückenlehne, strecken bequem die Beine aus, lehnen malerisch in der Sofaecke. Und ja, es waren wohl überwiegend Frauen, die der Motor dieser komfortablen Revolution waren. Sogar in Versailles - in Adelskreisen verspottet als das "unkommodeste" Domizil von ganz Paris - hielt neue Bequemlichkeit Einzug: Darum machten sich insbesondere die Mätressen der Könige, Marquise de Montespan (Louis XIV) und Madame Pompadour (Louis XVI), verdient.

Paris möbliert Europa

Paris strahlte europaweit. Zeitungen, Architektur- und Einrichtungsbücher rührten die Werbetrommel für die neue Lebensart. Reiche Schöner-Wohnen-Aficionados von überallher besuchten die Stadt, versuchten, Einladungen zu ergattern, um sich die neuen, kommoden Räume mit eigenen Augen zu besehen, konsultierten die berühmten Pariser Architekten und Möbelmacher.

Ein Kabinett, mit dessen kompletter Ausgestaltung der polnische Graf Bielinski den namhaften Architekten und Inneneinrichter Meissonnier beauftragt hatte, wurde 1735 im Pariser Tuilerien-Palast ausgestellt und von Scharen Neugieriger bestaunt. Bewundertes Herzstück des Raumes war ein von Meissonnier eigens entworfenes Rokoko-Sofa - das erste Designer-Sofa der Welt.

Sofas, Sofas, Sofas

Seit etwa 1720 gehörten elegante Sofas auch zur essentiellen Einrichtung vieler Mittelschicht-Häuser - und die Oberschicht machte einen Sport daraus, mit immer neuen Kreationen die Wohntrend-Nase vorn zu haben. Im Laufe weniger Jahrzehnte entstand eine Vielzahl von Sofa-Designs - und eine fast noch größere Vielzahl unterschiedlicher modischer Bezeichnungen für dieselben:

  • Duchesse - ein Ruhebett mit niedrigen seitlichen Lehnen und ohne Rückenlehne, auf dem frau halb liegend, halb sitzend, im Gespräch oder lesend dem Müßiggang huldigte
  • Duchesse brisée - eine zwei- oder dreigeteilte Duchesse mit abnehmbarem Polsterhocker
  • Duchesse en bateau - eine Duchesse mit erhöhter Kopflehne
  • Récamière - eigentlich das gleiche wie die Duchesse, aber mit höheren Seitenteilen
  • Chaiselongue - eine Duchesse mit nur einer Seitenlehne
  • Ottomane - ursprünglich ein Sofa mit halbrund gebogener Rückenlehne
  • Veilleuse à la turque - eine Ottomane mit mehr als halbrund gebogener, asymmetrischer Rückenlehne, dessen Seitenteile auch einen Teil der Vorderseite des Möbels umschließen
  • Confidante - ein Sofa mit beidseits angebauten Polsterstühlen
  • Causeuse - ein Sofa für zwei, auch als Tête à Tête bezeichnet
  • Paphose - ein Sofa, dessen Sitzfläche sich nach vorn rundet
  • la Banquette, la Borne, la Boudeuse...

Auch wenn uns die Bezeichnungen dieser Sitzmöbel-Designs heute kaum noch geläufig sind - viele von ihnen lassen Möbelbauer heute gern als aparte Stilmöbel Sofas wieder auferstehen. So sind gerade italienische Stilmöbel für ihre Sofas und Sessel in exklusiver Qualität und opulenter Optik zu Recht berühmt.

Übrigens: die Bezeichnung Couch ist ein in Amerika geprägtes Synonym für Sofa (in Belgien und Quebec verwendet man im gleichen Sinn den Begriff Divan). Wer nach einer Stilmöbel Couch sucht, wird auch unter Stilmöbel Sofa fündig!

1830: Auf dem Sprung zur Industrialisierung

Der nächste echte Meilenstein in der Geschichte des Sofas steht ein Jahrhundert (und eine bürgerliche Revolution, und einen europaweiten Krieg) später: Die Sprungfeder und die um sie herum konstruierte dicke Federkernpolsterung revolutionierten um 1830 das Polsterhandwerk. Das machte dem Polsterer seine Arbeit etwas einfacher und ermöglichte durch die federnde Sitzfläche noch einmal ein gewisses Plus an Komfort.

Trotzdem standen im deutschen Biedermeier - dem ersten bürgerlichen Einrichtungsstil der europäischen Geschichte - bürgerliche Tugenden im Vordergrund. Schluss mit der Lümmelei! Biedermeier-Sofas favorisieren eine aufrechte, durchaus disziplinierte Sitzhaltung. Und da sind wir auch schon wieder bei unserem Lieblingsthema.

Ein Stilmöbel Sofa im Biedermeierstil

Die Möbel des Biedermeier haben es uns ganz besonders angetan. Die Ästhetik des maßvollen, aufgeklärten, geselligen Stils der friedlichen Epoche der Restauration, die in Deutschland den ereignisreichen Jahren der Befreiungskriege folgte, überbrückt die 200 Jahre bis in unsere Gegenwart fast mühelos. Sie spricht zu uns von Qualitätsbewusstsein, vom Wunsch nach Schönheit und Komfort, aber auch von Bescheidenheit, vom Streben nach menschlichem Maß.

Biedermeier-Interieurs auf zeitgenössischen Gemälden erscheinen wie eine Illustration des modernen "Simplify your life"-Prinzips. Vereinfachen, ohne Qualität und Komfort zu opfern - das wünschten sich die Menschen der Biedermeier-Zeit wohl ebenso wie wir. Schon beim Nachbauen bereiten uns Möbel wie die Kirschbaum-Sofas mit ihren leichten, eleganten Formen, ihrem reduzierten Dekor und ihrem Sinn für die natürliche Schönheit einheimischer Hölzer viel Freude. Und ebenso viel Freude werden Sie im täglichen Leben mit Ihrem schönen Stilmöbel Sofa empfinden!

Stilmöbel Sofas und mehr von stilwohnen.de

Sie möchten Ihr Sofa klassisch mit einem oder mehreren Sesseln, einem Beistelltisch oder Couchtisch kombinieren? Wir haben eine Auswahl hochwertig gearbeiteter Reproduktionen im Angebot. Bei der Anfertigung gleichen wir Maße, Bezugsstoffe und Holzton Ihres Stilmöbel Sofas sowie aller zusätzlich georderten Möbelstücke selbstverständlich gern mit Ihren Wünschen ab. Per Telefon, E-Mail oder Kontaktformular - wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

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