Biedermeier-Tische
Biedermeier-Tische verbinden klare Formen mit der schönen Maserung des Holzes. Ob beim Essen, bei der Arbeit oder als kleine Ablage: Die Tische erfüllen viele Aufgaben. Runde, ovale und eckige Modelle bringen den Stil in jeden Wohnraum.
Biedermeier-Tische: Holz, Maserung und klare Funktion
Ein Tisch ist ein vielseitiges Möbelstück. Er dient als Ablage, Arbeitsfläche oder als Mittelpunkt eines geselligen Essens mit Freunden. Bei den Biedermeier-Tischen von stilwohnen stehen das stilvolle Äußere und die dekorative Maserung des Holzes im Vordergrund. Sie sind nützliche Begleiter im Alltag und bieten zugleich Platz, um wertvolle Sammlerobjekte zu präsentieren.
Tische aus der Biedermeierzeit zwischen 1815 und 1848 betonen den Werkstoff Holz und eine zweckmäßige Gestaltung. Gebogene Beine, Voluten und kleine Ebonisierungen werden sparsam eingesetzt. So bleiben Maserung und Farbton des Holzes sichtbar. Für verschiedene Anlässe und Räume entstanden unterschiedliche Tischformen.
Biedermeier-Esstische: rund, oval oder rechteckig
Ein Biedermeier-Esstisch kann eine runde, ovale oder rechteckige Tischplatte besitzen. Klassische Esstische haben häufig vier schmale Beine an den Ecken der Platte. Antike Biedermeier-Tische sind oft ausgesprochen funktional. Eine ausziehbare Tischplatte bietet zusätzlichen Platz und eignet sich besonders für Familienfeiern oder Geburtstagsfeste.
Biedermeier-Tische in der Küche
Biedermeier-Tische lassen sich auch als vielseitige Küchentische nutzen. Runde und ovale Modelle können in der Raummitte als Arbeitsfläche dienen. Kinder finden dort einen Beschäftigungsplatz, während die Eltern das Essen zubereiten. Rechteckige Tische lassen sich an der Wand in eine Küchenzeile einpassen. Integrierte Schubladen bieten Platz für Besteck, Topflappen und andere Küchenutensilien. Abschließbare Schubfächer sind in Familien mit kleinen Kindern nützlich.
Kleine Tische und Wandtische im Biedermeierstil
Neben dem Esstisch erfüllen kleinere Biedermeier-Tische unterschiedliche Aufgaben im Wohnraum. Sie dienen als Ablage, Kaffeetisch oder Platz für dekorative Gegenstände.
Kleine runde oder ovale Biedermeier-Tische mit Mittelfuß wirken besonders anmutig. Ihr zentraler Standfuß ist häufig mit Voluten oder anderen kleinen Verzierungen versehen. Diese können ein Dekor aufgreifen, das auch an anderen Möbeln im Raum vorkommt. Solche Tische lassen sich als Kaffee- oder Couchtisch verwenden. Um flachere Sofatische mit oder ohne Schubfächer können Sofas, Sessel und Beistelltische angeordnet werden.
Wandtische und Demi-Lune-Tische
Ein klassischer viereckiger Tisch kann an einer Wand oder unter einem Fenster stehen und dort als Schreibtisch dienen. Demi-Lune-Tische haben eine halbkreisförmige Oberfläche, die an einen Halbmond erinnert. Als Wandtisch präsentieren sie Sammlerstücke, Vasen oder Pokale. Sie lassen sich auch als Nähtisch, für Kartenspiele oder als Ablage für ein Puzzle nutzen. Ihre Form setzt die Wand ohne störende Kanten fort.
Hölzer und Geschichte der Biedermeier-Tische
Die Biedermeier-Tische bei stilwohnen werden in der Regel aus dem Holz gefertigt, das zum jeweiligen Stilmöbel passt. Zu den hauptsächlich verwendeten Hölzern gehören Kirschbaum, Nussbaum, Mahagoni, Birke und Eiche.
Kirschbaumholz kommt mit seinem warmen Braunton und seiner dekorativen Maserung besonders auf Tischplatten zur Geltung. Auch die dunklen Hölzer Nussbaum und Mahagoni tragen zu einer ruhigen, gemütlichen Atmosphäre bei. Das hellere Birkenholz eignet sich insbesondere für kleinere Biedermeier-Tische.
Vom Präsentationsmöbel zum geselligen Esstisch
Die Geschichte des Tisches ist eng mit einer stabilen, erhöhten Platte verbunden, die das Arbeiten und Essen erleichtert. Tische dienten zunächst auch dazu, besondere Gegenstände des Kultes oder der Herrschaft zu präsentieren. Später arbeiteten beispielsweise Schreiber an ihnen, während Bittsteller ihre Anliegen stehend vorbrachten.
Die überlieferte Tafelrunde König Artus' veranschaulicht die Bedeutung der Tischform: Der runde Tisch stellte die daran speisenden Ritter auf die gleiche soziale Ebene. An langen Tafeln konnte dagegen ein Platz an der Stirnseite oder in der Mitte einer Längsseite eine Person hervorheben. Auch heute haben Familienmitglieder mitunter einen festen Platz am Esstisch.
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